13. Okt. 2007: Friedensnobelpreis für Klimaschützer
Klimaschutz: Wie das Nobelpreiskomitee in Oslo bekannt gab, werden in diesem Jahr der US-Amerikanische Politiker Al Gore sowie der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Gore und die Einrichtung der Vereinten Nationen werden damit für ihren Einsatz zur weltweiten Mobilisierung gegen eine drohende Klimakatastrophe geehrt.
Der Chef des Nobelkomitees, Ole Danbolt Mjøs, sagte bei der Bekanntgabe der Preisträger: "Gore und der IPCC haben schon sehr früh die Gefahren der globalen Klimaänderung erkannt. Wir möchten mit unserer Entscheidung die Aufmerksamkeit für dieses Thema weiter erhöhen." Sowohl Gore als auch die Organisation seien bemüht, "größeres Wissen über den vom Menschen verursachten Klimawandel aufzubauen und zu verbreiten".
Der Weltklimarat wurde aus Sorge um die Erderwärmung 1998 gegründet. Er soll die wissenschaftlichen Daten zum Klimawandel sammeln, auswerten und verständlich darstellen. Der Rat forscht nicht selbst, sondern fasst relevante wissenschaftliche Studien zusammen. Er hat bereits vier umfassende Berichte zum Klimawandel veröffentlicht (1990, 1995, 2001 und 2007). Der Klimarat soll zudem aufzeigen, wie sich die Veränderungen auf Umwelt und Gesellschaft auswirken, sowie realistische Vermeidungs- und Anpassungsstrategien benennen.
Das Nobelkomitee hatte bereits im vergangen Jahr bei der Vergabe des berühmtesten Preises der Welt erklärt, daß es den Friedensbegriff grundsätzlich weiter fasse als früher. Auch die Vorbeugung von Konflikten durch Beseitigung sozialer Ungerechtigkeit oder der Einsatz gegen akute Umweltprobleme oder für die Menschenrechte fördere den Frieden auf der Welt, hieß es.
Quelle: Nobel Foundation
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